Rund um die eigene Website kursieren viele Meinungen: „Braucht heute jeder", „reicht doch ein Google-Profil", „mach ich schnell selbst", „kostet ein Vermögen". Für einen kleinen Betrieb ist das Thema aber gar nicht so unübersichtlich, wenn man es in vier Fragen zerlegt.
Dieser Leitfaden gibt den Überblick und verweist an jeder Stelle auf den passenden Detail-Beitrag. Lesen Sie ihn als Landkarte: Sie sehen, wo Sie gerade stehen, und wo es tiefer weitergeht.
Frage 1: Brauchen Sie überhaupt eine Website?
Nicht jeder Betrieb braucht sofort eine eigene Seite. Wenn Sie rein lokal arbeiten und Ihre Aufträge über Telefon und Empfehlung kommen, deckt ein gut gepflegtes Google-Unternehmensprofil eine ganze Weile das Wichtigste ab. Sobald Sie aber mehr zeigen wollen als die Basics, für mehr als nur Ihren Firmennamen gefunden werden wollen oder online etwas anbieten, stößt das Profil an seine Grenzen.
Wo genau die Grenze liegt, klärt der Beitrag Reicht ein Google-Profil, oder brauchen Sie eine Website?.
Frage 2: Selbst bauen oder bauen lassen?
Baukästen und KI versprechen die Website an einem Nachmittag. Für ein kleines Hobbyprojekt reicht das oft. Sobald die Seite aber Ihr Aushängeschild ist und rechtlich sauber sein muss, holen Sie sich mit dem Selbstbau Aufgaben ins Haus, die man als Laie leicht übersieht: Datenschutz, Impressum, Ladezeit, Sicherheit. Dazu kommt der Zeitaufwand, der auf keiner Rechnung steht.
Was dabei im Detail schiefgehen kann und ob sich ein Baukasten über die Jahre rechnet, steht in Website selbst bauen mit Baukasten oder KI?.
Frage 3: Was muss eine Betriebs-Website leisten?
Eine gute Seite muss nicht kompliziert sein. Sie muss fünf Dinge können:
- Schnell laden, auch am Handy im schlechten Netz. Jede Sekunde kostet sonst Besucher. Wie Sie selbst messen, woran es hakt: Warum lädt meine Website so langsam?
- Am Handy funktionieren, weil die meisten Kunden von dort kommen.
- Bei Google auffindbar sein, für Ihre Leistungen, nicht nur für Ihren Namen.
- Einen klaren Weg zur Anfrage bieten: Telefonnummer sichtbar, Kontaktformular auf jeder wichtigen Seite.
- Rechtlich sauber sein: Impressum, Datenschutz, Einwilligung, Barrierefreiheit.
Woran es bei bestehenden Seiten am häufigsten hakt, zeigt der Beitrag Die 5 häufigsten Fehler auf Handwerker-Websites. Gehen Sie Ihre eigene Seite einmal mit dieser Liste durch.
Frage 4: Was kostet das?
Eine Website muss kein Vermögen kosten. Ein sauberer One-Pager startet bei uns bei 900 €, ein Mehrseiter meist bei 1.300 €, jeweils zum Festpreis. Danach hosten Sie die Seite meist bei Ihrem eigenen Domain-Anbieter, sodass nur Domain und Hosting laufen, Kosten, die Sie ohnehin hätten. Was den Preis im Einzelnen bestimmt und woran Sie ein unseriöses „ab 499 €“ erkennen, steht im Beitrag Was kostet eine Website beim Profi?. Details und einen Rechner für Ihren Fall finden Sie auf der Seite zur Webagentur.
Die sinnvolle Reihenfolge
Wenn Sie bei null anfangen, gehen Sie am besten so vor:
- Google-Unternehmensprofil einrichten (kostenlos, schnell, größter Sofort-Effekt).
- Entscheiden, ob Sie eine eigene Website brauchen (Frage 1).
- Bauen oder bauen lassen (Frage 2), auf die fünf Punkte aus Frage 3 achten.
- Schnell und aktuell halten, sonst verpufft der Aufwand.
So bauen Sie Schritt für Schritt auf, statt sich zu verzetteln. Wenn Sie an einer Stelle nicht weiterkommen oder es lieber abgeben möchten, schauen Sie sich die Webagentur an oder besprechen Sie Ihren Fall in einer IT-Beratung. Ein Gespräch reicht meist, um die nächsten zwei, drei Schritte klar zu haben.